Sensorisches Marketing im Produktmanagement nutzen

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Viele wissen nicht, dass der Geruch eines Neuwagens am Ende der Produktion aufgesprüht wird. Ebenso wissen viele Leute nicht, dass das typische „Kellogg’s Knuspern“ in einem Tonstudio entwickelt wurde. Unsere Sinne nehmen Tag für Tag Einfluss auf unsere Kaufentscheidungen. Deswegen betreiben immer mehr Unternehmen sensorisches Marketing im Produktmanagement. Durch die Ansprache der unterschiedlichen Sinne schafft man einen sehr hohen Wiedererkennungswert für eine Marke. Betreibt man konsequent multisensorische Markenführung, wird die Marke auch problemlos ohne das Logo des Unternehmens erkannt.

Welche Sinnesreize nutzt sensorisches Marketing im Produktmanagement?

Multisensorisches Marketing im Produktmanagement bezieht sich auf die Erkenntnisse des Neuromarketings. Es spricht sowohl die Optik als auch die Akustik, den Geruchssinn, den Geschmackssinn und die Haptik an. In der Marktforschung werden die Rollen der Sinne für die Kaufentscheidung ermittelt. Sie können diese Statistiken nutzen, um Kunden an Ihr Unternehmen bzw. Ihr Produkt zu binden.

Produktmanagement: diese Rollen spielen unsere Sinne

  • 83 Prozent unserer Sinneseindrücke werden visuell aufgenommen. Farben, Bilder und Formen sorgen für Aufmerksamkeit beim Betrachter. Sie vermitteln einen großen Informationsgehalt in kürzester Zeit.
  • 11 Prozent unserer Sinneseindrücke nehmen wir über unser Gehör auf. Diese Zahl erscheint zunächst gering. Allerdings steht das Gehör in einem engen Zusammenhang zu unserer visuellen Wahrnehmung, d.h. visuelle Eindrücke werden durch Klänge vielfach verstärkt. Somit gewinnt die zunächst als gering erscheinende Zahl von 11 Prozent deutlich an Bedeutung.

Ein sehr gutes Beispiel für den Zusammenhang zwischen visueller und akustischer Wahrnehmung ist die Werbung der Telekom – selbst, wenn man die Werbung nicht sieht, sondern sie nur hört, weiß man, zu welcher Marke der Sound gehört.

  • Der Geruchssinn nimmt noch weniger Sinneseindrücke auf als der Gehörsinn. Und zwar nehmen wir nur 3,5 Prozent unserer Sinnesreize über den Geruchssinn auf. Allerdings steht der Geruchssinn in einem engen Zusammenhang zu unseren Emotionen, weshalb er eine wichtige Rolle für das sensorische Marketing im Produktmanagement spielt. Die Geschichten und die Emotionen, die der potentielle Kunde mit einem Geruch verbindet, hat maßgebliche Auswirkungen auf sein Kaufverhalten. Deswegen werden Duftstoffe im Produktmanagement gezielt eingesetzt.

Was zeichnet effektives Produktmanagement aus?

Sinnesreize werden zunächst unbewusst verarbeitet, ehe sie, ebenfalls unbewusst, bewertet werden. Nur ein sehr geringer Teil dieser sensorischen Informationen gelangt in den präfrontalen Kortex, wo sie sozusagen bewusst verarbeitet werden. Voraussetzung für die bewusste Verarbeitung ist, dass der sinnliche Reiz Emotionen weckt. Es handelt sich sozusagen um eine persönlich relevante Filteranlage der unzähligen Informationen, denen wir sekündlich ausgesetzt sind.

Ein gutes Produktmanagement weiß, dass der Einfluss der sensorischen Reize und die mit diesen verbundenen Assoziationen und Emotionsqualitäten nicht davon abhängig sind, ob die Reize bewusst wahrgenommen werden. Im Gegenteil: Unsere „Weichen“ werden zu 90 Prozent von nicht bewusst wahrgenommenen Reizen gestellt.

Wie lässt sich die Effizienz des Produktmanagements steigern?

Marketingmaßnahmen machen keine Ausnahme in Bezug auf die obigen Erläuterungen. Diverse Studien zum Einfluss von sensorischen Signalen im Produktmanagement bzw. im Marketing belegen, dass haptische Reize, Farbtöne, Duftnuancen usw. einen impliziten Code aktivieren, der die Wahrnehmung, das Qualitätsurteil und die Kaufentscheidung des Kunden beeinflussen. Und das beginnt bereits bei der Verpackung und nicht etwa erst beim Produkt selbst.

Darüber hinaus haben Studien ergeben, dass ein Produktmanagement, das mehrere sensorische Reize zugleich nutzt, die Wirkung der Botschaft mit jedem angesprochenen sensorischen Kanal um etwa das 10-Fache erhöht. Dieses Phänomen wird als Multisensory Enhancement bezeichnet.

Welche Fragen sind relevant für das sensorische Marketing im Produktmanagement?

Wenn auch Sie Ihr Produktmanagement so effizient wie möglich gestalten möchten, kommen Sie nicht um das sensorische Marketing herum. Es gilt, die Grundlagen der Sinnesforschung mit Marketingfachwissen zu kombinieren. Folgende Fragen sind besonders relevant für das sensorische Marketing im Produktmanagement:

  • Wie tickt meine Zielgruppe?
  • Welche sind die primären Wünsche und Bedürfnisse der Zielgruppe?
  • Wie spreche ich die Menschen der Zielgruppe am besten emotional an?

Die übergeordnete Frage lautet: Welche visuellen, akustischen, haptischen, gustatorischen und olfaktorischen Reize sind wie für meine Zielgruppe codiert? Einfacher ausgedrückt: Welche sensorischen Signale kann ich verwenden, um meine Botschaft zielgruppengerecht und markenaffin zu vermitteln?

LEINEBERGLAND DRUCK unterstützt Ihr Produktmanagement

Wenn Ihre Werbung nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern auch Erinnerungen, Vertrauen und letztendlich eine Handlung auslösen soll, müssen Sie Ihre Informationen mit entsprechenden Sinnesreizen vermitteln. Geht es um die Wahl der richtigen Farben, Formen und Designs, sind Sie bei LEINEBERGLAND DRUCK genau richtig! Unser Team verfügt über das notwendige Know-how, um Ihr Produktmanagement dabei zu unterstützen, mehr Kunden an Ihr Unternehmen zu binden. Überzeugen Sie sich selbst!

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